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Biologisches Alter berechnen: Wie alt ist dein Lebensstil?

Zwölf kurze Fragen zu Schlaf, Licht, Bewegung und Alltagsgewohnheiten. Du siehst sofort, welche Gewohnheiten Jahre kosten und welche Jahre sparen, mit der Studie hinter jeder Zahl.

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Methode

So berechnen wir dein Lebensstil-Alter

Große Studien haben Hunderttausende Erwachsene über Jahre begleitet. Für jede Gewohnheit haben sie das Risiko, während der Studie zu sterben, mit einer Referenzgruppe verglichen.

Bei Erwachsenen verdoppelt sich dieses Risiko ungefähr alle acht Lebensjahre. So lässt sich ein Unterschied im Risiko in Jahre umrechnen. In der Forschung heißt das Risk Advancement Period.

Dein Lebensstil-Alter ist dein Alter plus die Jahre für jede Antwort. Antworten, die der Referenzgruppe entsprechen, zählen null.

Was der Test kann und was nicht

  • Der Test misst keine Blutwerte, keine DNA und keine Organe. Er ist ein Richtwert auf Basis deiner Gewohnheiten.
  • Die Studien zeigen Zusammenhänge. Sie beweisen nicht, dass eine Gewohnheit allein die Ursache ist.
  • Die Gewohnheiten werden addiert, als wären sie voneinander unabhängig. In Wirklichkeit überschneiden sie sich, daher ist die Summe eine grobe Schätzung.
  • Einige Antworten sind den Kategorien der Studien zugeordnet. Die Schwankung der Schlafenszeit steht für gemessene Schlafregelmäßigkeit, die Zeit draußen für gemessenes Licht.
  • Die Effekte sind Durchschnittswerte aus großen Studien, vor allem aus Europa und Nordamerika. Die Summe ist auf 12 Jahre jünger und 20 Jahre älter begrenzt.

Quellen

Gewohnheit Studie
Methode Brenner H, Gefeller O, Greenland S. Risk and rate advancement periods as measures of exposure impact on the occurrence of chronic diseases. Epidemiology 1993;4(3):229-236.
Finch CE, Pike MC, Witten M. Slow mortality rate accelerations during aging in some animals approximate that of humans. Science 1990;249(4971):902-905.
Schlafdauer Yin J, Jin X, Shan Z, et al. Relationship of sleep duration with all-cause mortality and cardiovascular events: a systematic review and dose-response meta-analysis of prospective cohort studies. J Am Heart Assoc 2017;6(9):e005947.
Feste Schlafenszeit Windred DP, Burns AC, Lane JM, et al. Sleep regularity is a stronger predictor of mortality risk than sleep duration: a prospective cohort study. Sleep 2024;47(1):zsad253.
Dunkles Schlafzimmer und Tageslicht Windred DP, Burns AC, Lane JM, et al. Brighter nights and darker days predict higher mortality risk: a prospective analysis of personal light exposure in >88,000 individuals. PNAS 2024;121(43):e2405924121.
Bewegung Arem H, Moore SC, Patel A, et al. Leisure time physical activity and mortality: a detailed pooled analysis of the dose-response relationship. JAMA Intern Med 2015;175(6):959-967.
Sitzen Patterson R, McNamara E, Tainio M, et al. Sedentary behaviour and risk of all-cause, cardiovascular and cancer mortality, and incident type 2 diabetes: a systematic review and dose response meta-analysis. Eur J Epidemiol 2018;33(9):811-829.
Rauchen Jha P, Ramasundarahettige C, Landsman V, et al. 21st-century hazards of smoking and benefits of cessation in the United States. N Engl J Med 2013;368(4):341-350.
Inoue-Choi M, Liao LM, Reyes-Guzman C, et al. Association of long-term, low-intensity smoking with all-cause and cause-specific mortality in the National Institutes of Health-AARP Diet and Health Study. JAMA Intern Med 2017;177(1):87-95.
Cho ER, Brill IK, Gram IT, Brown PE, Jha P. Smoking cessation and short- and longer-term mortality. NEJM Evid 2024;3(3):EVIDoa2300272.
Alkohol Wood AM, Kaptoge S, Butterworth AS, et al. Risk thresholds for alcohol consumption: combined analysis of individual-participant data for 599 912 current drinkers in 83 prospective studies. Lancet 2018;391(10129):1513-1523.
Gemüse und Obst Wang DD, Li Y, Bhupathiraju SN, et al. Fruit and vegetable intake and mortality: results from 2 prospective cohort studies of US men and women and a meta-analysis of 26 cohort studies. Circulation 2021;143(17):1642-1654.
BMI Global BMI Mortality Collaboration. Body-mass index and all-cause mortality: individual-participant-data meta-analysis of 239 prospective studies in four continents. Lancet 2016;388(10046):776-786.
Soziale Kontakte Wang F, Gao Y, Han Z, et al. A systematic review and meta-analysis of 90 cohort studies of social isolation, loneliness and mortality. Nat Hum Behav 2023;7(8):1307-1319.

Häufige Fragen

Was ist das biologische Alter?

Das biologische Alter beschreibt, wie weit dein Körper im Vergleich zu Gleichaltrigen gealtert ist. Labore schätzen es anhand von Blutwerten oder DNA-Merkmalen, den sogenannten epigenetischen Uhren. Dieser Test misst deinen Körper nicht. Er rechnet Gewohnheiten, die große Studien mit einem längeren oder kürzeren Leben verbinden, in Jahre um, damit du siehst, welche Gewohnheiten bei dir am meisten zählen.

Wie genau ist der Test?

Er ist ein Richtwert, keine Messung. Die Zahlen stammen aus Studien mit Hunderttausenden Erwachsenen und beschreiben Durchschnittswerte, keine einzelnen Menschen. Auch deine Gene, deine Gesundheit und Gewohnheiten, die nicht im Test vorkommen, spielen eine Rolle. Nutze das Ergebnis, um zu sehen, welche Gewohnheiten am meisten zählen, nicht als exaktes Alter.

Kann man sein biologisches Alter senken?

Dein Geburtsdatum bleibt gleich, deine Gewohnheiten können sich ändern. In den Studien hatten Menschen, die regelmäßig schliefen, sich mehr bewegten, nicht rauchten und weniger tranken, ein geringeres Risiko als Menschen mit den gegenteiligen Gewohnheiten. Kleine, feste Veränderungen hält man am leichtesten durch: eine feste Schlafenszeit, jeden Tag ein Spaziergang draußen und ein dunkles Schlafzimmer.

Warum zählen Tageslicht und Dunkelheit?

Deine innere Uhr richtet sich nach Licht. In einer Studie der UK Biobank trugen mehr als 88.000 Menschen eine Woche lang einen Lichtsensor am Handgelenk. Wer hellere Tage und dunklere Nächte hatte, hatte in den folgenden Jahren ein geringeres Sterberisiko als Menschen mit dunklen Tagen und hellen Nächten. Tageslicht draußen ist um ein Vielfaches heller als Licht drinnen, auch an einem bewölkten Tag.

Hat die NASA Rotlicht und Altern erforscht?

Nein. In den 1990er-Jahren finanzierte die NASA Forschung zu LEDs, zuerst um im Weltraum Pflanzen anzubauen; dieselben LEDs wurden später in Krankenhausstudien getestet. Die NASA hat weder Hautalterung noch Falten oder das biologische Alter untersucht, und keine verlässliche Studie zeigt, dass Rotlicht das biologische Alter senkt. Deshalb ist Rotlicht nicht Teil dieses Tests.

Was passiert mit meinen Antworten?

Nichts verlässt dein Gerät. Die Berechnung läuft in deinem Browser, deine Antworten werden weder gespeichert noch gesendet, und du brauchst keine E-Mail-Adresse.

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